Text – Vom Auftrag der Kunst

Vom Auftrag der Kunst

In einer Zeit, da die Kunst nicht mehr im Sold der Macht steht, da es nicht mehr darum geht, Gott, Kaiser und Vaterland zu verherrlichen, da das Bürgertum andere Formen der Selbstdarstellung gefunden hat und auch der „Selbstzweck” (das „l’art pour l’art”) als Notlüge entlarvt scheint, in so einer Zeit haben es bildende Künstler schwerer denn je. Nicht die wenigen, sogenannten Arrivierten, deren Bilder als Hintersetzer für Politiker-Interviews herhalten müssen, die sich Staatskünstler nennen dürfen und doch oftmals nur Alibi-Funktionäre einer grundsätzlich an neuer Kunst nicht interessierten Gesellschaft sind. Nein, nicht diese wenigen haben es schwer, sondern die vielen anderen; die, die den Brotberufen nachgehen müssen, um leben zu können und Ihre Kunst zu machen, die um Anerkennung ringen und Präsentation betteln müssen, die freilich genauso ernsthaft und ernsthafter noch am „Auftrag der Kunst” arbeiten.

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Text – Welt der Farben

Welt der Farben

Wilhelm Seibetseder zeigt „Sonnentänze”

Ungehemmte Freude an der Farbe verströmen die großformatigen Acrylbilder von Wilhelm Seibetseder.

Knallgelb bis kohlrabenschwarz: Intensive Kontraste und jede Menge Farben sind die charakteristischen Merkmale der Bilder des gebürtigen Salzburgers Wilhelm Seibetseder. Das Dokumentationszentrum für Moderne Kunst zeigt zur Zeit unter dem Titel „Sonnentanz“ eine Auswahl seiner neueren Werke.

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Als unterhielte sich die ewige Harmonie mit sich selbst

Als unterhielte sich die ewige Harmonie mit sich selbst

„Nichts kann mehr zu einer Seelenruhe beitragen,
als wenn man gar keine Meinung hat”

Georg Christoph Lichtenberg

Kunstausstellungen polarisieren, insbesondere jene von Wilhelm Seibetseder. In Zeiten permanenter Abmagerungskuren sind mehrschichtig pastos gemalte Ölbilder für viele ein Gräuel, ein unverzeihlicher Rückfall in längst überwunden geglaubte Kulturepochen. Die ganz Gescheiten behaupten, die Malerei sei tot, die weniger Gescheiten lieben, sammeln und behüten sie. Ich hoffe, dass jeder kultivierte Österreicher zeitgenössische Malerei liebt oder sie zu lieben lernt. Die ganz Gescheiten bevorzugen Gedankenkunst d.i. Konzeptart, Computer- und Videokunst, Minimalart, Kontextart – und die geistig weniger Bemittelten (die Gefühlsmenschen) Expressionistisches, Gestisches, Realistisches und Neo-Impressionistisches.

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Text – Wilhelm Seibetseder in der Galerie im Kursalon

Wilhelm Seibetseder in der Galerie im Kursalon

Mödling – Wilhelm Seibetseder, Jahrgang 1953, geboren in Radstatt/Salzburg. Absolvierte die Akademie der Bildenden Künste in Wien unter Prof. Max Weiler und Prof. Arnulf Rainer. Der Künstler, der ein weites Spektrum an Ausstellungen nachzuweisen hat, gestaltete zahlreiche Bühnenbilder – unter anderem auch zu Friedrich Guldas Konzerten.

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Text – Im gleißenden Licht des Mondes

Im gleißenden Licht des Mondes

Neue Natur-Mystik in Malerei und Plastik

Zwei jüngere Künstler, die bereits seit ein paar Jahren durch interessante Varianten traditioneller expressiv-abstrakter Malerei auffallen, zeigen ihre Weiterentwicklung: Wilhelm Seibetseder, stets von Naturerscheinungen ausgehend, wird geheimnisvoller, ätherischer, obwohl er zugleich mit schier haptischen Materialreizen experimentiert.

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Text – Zeichen der Zeit

Zeichen der Zeit

„Auf dem Gebiet vor dem Tempel, soweit es das Auge erfasste, grub man die Leichname aus und überführte (metephorée) sie in eine andere Gegend von Delos.” (Herodot)

Die Metapher ist vielleicht das Prinzip der Neuerung schlechthin. Das Sehen dieses ausgesprochenen bildhaften Bereichs entspringt, nach Ansicht der alten Griechen, der ingeniösen Tätigkeit. Sowohl bildhafter Bereich als auch die Tätigkeit des Sehens sind weder rational ableitbar noch eindeutig festlegbar. Aber die Metapher bringt uns dazu, das Neue zu sehen.

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Text – Reise ins Unterbewußtsein

Reise ins Unterbewußtsein

Wenn ich meine Arbeit beginne, mache ich mich frei von Vorstellungen und Bildern im Kopf. Ich wähle eine Farbe intuitiv nach dem momentanen Empfinden. Wenn die Farbe aufgetragen wird, entsteht durch die Grundstruktur ein entscheidender Schritt, der meist schon die grundlegende Komposition entscheidet. Durch intensives betrachten der Struktur und Bewegungen im Bild Entstehen meine Kosmischen Bilder.

Wilhelm Anton Seibetseder